Konzept,
Trägerverein Jugendheim Westhofen e.V.
Stand: 05.05.1999
10. Zukunftsperspektiven und Visionen
Der Neubau des Jugendtreffs hinter der Grundschule
war im Vorfeld von heftiger Kritik verschiedenster Seiten
begleitet. Man befürchtete einen negativen Einfluss auf
die Schulkinder durch randalierende, rauchende, Alkohol zu
sich nehmende und Drogen missbrauchende Jugendliche.
Selbstverständlich sind dies Vorurteile, welchen durch
eine qualitativ hochwertige Jugendarbeit begegnet werden kann.
Mittelfristig anzustreben ist demnach die Institutionalisierung
der neuen Einrichtung in Westhofen als Anbieter einer qualifizierten
und fundierten Jugendarbeit, die Spaß macht. Eltern
wissen ihre Kinder in guter Obhut und schicken diese gerne
in die Einrichtung.
Untrennbar mit der Neukonzeptionierung verbunden
ist eine neue Namensgebung (die alte Bezeichnung "Treff"
ist nunmehr konzeptionell unpassend) mit entsprechendem Logo
und der damit verbundenen Auswirkung. Denkbar sind Bezeichnungen
wie "Weiche" oder "Stellwerk" in Verbindung
mit einem Leitspruch wie "Wir stellen Weichen" oder
"Mit uns alte Pfade verlassen und neue Wege beschreiten"
o.ä..
Die Umsetzung der Institutionalisierung wird
weiterhin durch eine weitestgehende Transparenz der Arbeit,
eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit und die intensive
Zusammenarbeit, vor allem mit Westhofener Einrichtungen wie
Schule, Kinderhort und Kirche forciert:
In Zusammenarbeit mit Jugendlichen wird ein Informationsblatt
für Interessierte erstellt, in dem Programmablauf und
Inhalte des Jugendtreffs vorgestellt werden. Eine weitere
Möglichkeit der Informationsweitergabe wird die Präsenz
im Schwerter Citynetz, sowie die eigene Homepage sein, die
im Rahmen der Einrichtung des Internet-Cafes durch Jugendliche
mittelfristig eingerichtet werden wird. Vorrangig wäre
jedoch die Erstellung einer hauseigenen Jugendzeitschrift.
Die Eröffnung der Einrichtung wird allen Westhofenern
und anderen Interessierten die Möglichkeit geben, einen
Einblick in die neuen Räumlichkeiten und deren Nutzung
zu erhalten. Sie werden Gelegenheit haben, die Mitarbeiter
kennen zu lernen, Fragen zu stellen und sich einen Eindruck
von der Programmplanung zu verschaffen.
Da geplant ist, die Räumlichkeiten in gewissem Rahmen
auch anderen Nutzern zur Verfügung zu stellen (Musikschule,
kulturtragende Vereine, private Feiern), ist es denkbar, dass
sich der Jugendtreff langfristig zu einem "Bürgerzentrum"
in Westhofen entwickeln könnte.
Ein Bürgerzentrum soll Raum für
Begegnung und Kommunikation sein. Bürgerinnen können
an Veranstaltungen teilnehmen, Vereine und Gruppen haben eine
Treffpunktmöglichkeit.
Der Trägerverein wird auf die Westhofener Organisationen
zugehen und den Dialog suchen. Welche weiteren Formen der
Zusammenarbeit sich daraus entwickeln werden, hängt von
den Beteiligten ab.
Der Jugendtreff ist keine isolierte Kinder- und Jugendeinrichtung,
sondern versteht sich als Teil des Westhofener Gemeinwesens,
das auch angesichts der neuen Bebauung an dem alten Standort
des Jugendtreffs noch vielfältige Entwicklungsmöglichkeiten
hat.
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