Konzept,
Trägerverein Jugendheim Westhofen e.V.
Stand: 05.05.1999
3. Zielgruppe
Der Jugendtreff Westhofen will alle Westhofener
Kinder und Jugendlichen im Alter von 10 - 18 Jahren ansprechen
Im Rahmen der Jugendhilfeplanung der Stadt Schwerte wurde
im Jahre 1992 (aktuellere Zahlen liegen leider nicht vor)
eine Bestandsaufnahme der Bevöl-kerungsentwicklung in
verschiedenen Stadtteilen Schwertes durchgeführt. Im
Stadtteil Westhofen lebten demnach im Jahre 1992 insgesamt
362 Kinder im Alter von 10 - 15 Jahren, 183 Jugendliche im
Alter von 16 -18 Jahren und 563 junge Erwachsene im Alter
von 19 - 24 Jahren. Die Prognose für das Jahr 2003 lautet:
423 Kinder im Alter von 10 - 15 Jahren, 196 Jugendliche im
Alter von 16 -18 Jahren und 345 junge Erwachsene im Alter
von 19 - 24 Jahren.
Wir sprechen also von einem zu versorgenden Potential von
insgesamt ca. 600 Kindern und Jugendlichen im Alter von 10
- 18 Jahren.
3.1 Zur Lebenssituation der Westhofener
Kinder und Jugendlichen
Westhofen ist ein Stadtteil Schwertes mit
einer gewachsenen Bevölkerungs-struktur. Die meisten
Familien leben seit Generationen hier. Die dörflichen
Strukturen prägen die Lebenssituation der Kinder und
Jugendlichen. Öffentliche Verkehrsmittel von und bis
Westhofen können bis ca. 21.00 Uhr genutzt werden.
Darüber hinaus ist es bis ca. 24 Uhr möglich, andere
Ortsteile von Schwerte kostengünstig mit dem Anrufsammeltaxi
zu erreichen.
Westhofen bietet einige Möglichkeiten für Kinder
und Jugendliche, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten: Der
VfB Westhofen bietet Kinder- und Jugendfußball, es gibt
einen Schachclub für Kinder ab 12 Jahren, die Ev. Kirchengemeinde
bietet Kreativ- und sonstige Angebote für Kinder. Seit
kurzem gibt es dort auch einen Jugendkeller. Die Musikschule
macht Angebote in Westhofen und auch bei der Feuerwehr können
sich Jugendliche engagieren. (An dieser Stelle sind nicht
alle Angebote aufgeführt, weitere sind aus der Anlage
ersichtlich) Cliquenbildung ist in Westhofen auf dem Spielplatz
beim Minigolf zu beobachten. Ob diese Jugendlichen bei Eröffnung
den Jugendtreff aufsuchen werden, bleibt abzuwarten.
Der Jugendtreff Westhofen versteht sich als
Ergänzung zu den vorhandenen Angeboten. Kinder und Jugendliche
aus Westhofen benötigen einen Raum für sich, in
dem sie vorbehaltlos aufgenommen werden und Möglichkeiten
der individuellen Lebensweggestaltung sowie des sozialen Miteinanders
erfahren, die sie befähigen, selbstbestimmt und verantwortungsvoll
die eigene Biographie zu gestalten.
3.2 Stammbesucher der über 18 - Jährigen
In Westhofen besteht ein fester Kern von
Jugendlichen, die regelmäßig, nach Abriss "ihres"
Jugendtreffs, die Alternativ - Lösung Ebberg aufsuchen.
Es handelt sich hier um junge Erwachsene,
die das 18. Lebensjahr bereits überschritten haben, dem
Jugendtreff jedoch mit viel Engagement und Motivation die
Treue halten. Für sie ist völlig klar, dass sie
ihre Arbeitskraft und beruflich erworbenen Kenntnisse für
die Durchführung der Eigenleistung am Neubau des Jugendtreffs
einsetzen werden. In Kenntnis der Tatsache, dass sie grundsätzlich
nicht mehr zur angestrebten Zielgruppe gehören, haben
sich zwischenzeitlich zwei Jugendliche dazu entschlossen,
sich zu qualifizieren, um in verantwortungsvoller Position
Aufgaben im Jugendtreff wahr zu nehmen: Zum Einen Übungsleiterschein
im Breitensport und zum Anderen als technische Hilfskraft
an der Licht- und Tonanlage. Zwei jugendliche Mädchen
haben sich angeboten, in der Projektarbeit unterstützend
mitzuwirken, ein weiterer Jugendlicher unterstützt uns
bereits jetzt tatkräftig mit seinen umfassenden Kenntnissen
im computer-technischen Bereich.
Es besteht Konsens darüber, dass die
Stammbesucher als Anleiter bzw. freiwillige Mitarbeiter in
die Jugendtreffarbeit einbezogen werden sollen. Durch ihren
Einsatz im Treff als Anleiter bzw. freiwilliger Mitarbeiter,
wird eindrucksvoll der Übergang vom Jugendlichen zum
jungen Erwachsenen vollzogen werden.
Diese Clique ist beispielhaft für die bisher geleistete
Arbeit der Hauptamtlichen und wird sowohl für Mitarbeiter
als auch für die zu betreuenden Kinder ein Gewinn sein,
da sie sich durch soziale Kompetenz, Hilfsbereitschaft und
Verantwortungsbewusstsein auszeichnet.
Um sich ungezwungen treffen und austauschen
zu können, soll ihnen - auch denen, die keine konkreten
Aufgaben übernommen haben - weiterhin ein Freiraum erhalten
bleiben. Eine zeitliche und räumliche Begrenzung ist
jedoch notwendig, um mittelfristig die entgültige Abnabelung
zu erreichen und die Konzentration auf die eigentliche Zielgruppe
zu gewährleisten.
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